Tagung

SCHWERIN | Tübingen

Pressetext zu „Gründen mit Geist und Kultur“ in Schwerin am 07.12.2007

Unter dem Motto „Gründen mit Geist und Kultur“ wurde auf einer Fachtagung in Schwerin das Potential kreativen geisteswissenschaftlichen Denkens für Existenzgründungen und selbstständiges Unternehmertum beleuchtet. Als Schirmherr konnte der Schweriner Oberbürgermeister Norbert Claussen für die Veranstaltung gewonnen werden.

Zahlreiche Professoren aus Mecklenburg-Vorpommern und Vertreter und Studenten der Region hatten sich zu der von leadventures initiierten und in Tübingen gestarteten Veranstaltungsreihe im Audimax der Designschule Schwerin versammelt, um sich über geisteswissenschaftliche und kulturwirtschaftliche Unternehmen zu informieren und deren Potential für Schwerin zu identifizieren.

Nach einer kurzen Präsentation von leadventures durch den neugewählten stv. Vorsitzenden Thomas Kolb ging Staatssekretär a.D. Dr. Joachim Wegrad in seinem Vortrag deshalb insbesondere auf die Impulskraft solcher Unternehmensgründungen für den anerkannten Kulturstandort Schwerin ein. Nicht zuletzt sei die Gründung eines Instituts für internationale Beziehungen und Fremdsprachen in diesem Zusammenhang ein Schritt in die richtige Richtung. Prof. Dr. Max Oesau von der Privaten Wirtschafts- und Technikakademie Rostock beschrieb die Schwierigkeiten der Messung des wirtschaftlichen Wertes geisteswissenschaftlicher Tätigkeiten und fachspezifische Relationen zu anderen Wissenschaftszweigen.

Neben Kreativität und Fachwissen ist aber auch wirtschaftliches Know-How und Marketing-Talent gefragt, um ein geisteswissenschaftliches Unternehmen erfolgreich zu führen. „Die Summe aller wirtschaftlichen Standortfaktoren und Analyse der Zielgruppenpotentiale führte für KulturMedia letztendlich zur Entscheidung das österreichische Wien als Firmensitz zu wählen“, so Roland Weiniger in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Geschichtsagentur, der mit einer eindrucksvollen Filmausschnitten praktische Beispiele aus dem Geschäftsfeldern Wissensvermittlung und Unterhaltungsmedien darstellte.

Ein Überblick über das Jahr der Geisteswissenschaften, die beteiligten Fächer und Hintergründe und Tipps durch alle Referenten für die anwesenden Studenten rundeten die Impulsreferate ab und mündeten in eine große Diskussionsrunde unter aktiver Beteiligung der verbliebenen Gäste.
Dabei wurden die Situation Schwerins im Vergleich zu anderen Standorten wie Rostock oder Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern, die Beziehungen zu dem geisteswissenschaftlich sehr aufgeschlossenen Polen und Defizite und Chancen für die Region beleuchtet. Dabei wurde deutlich das die von allen als maßgeblich und wichtig erachteten Potentiale in Geisteswissenschaft und Kreativwirtschaft längst nicht ausgeschöpft sind.

Die Runde stimmte deshalb überein, als Grundlage für kreative Existenzgründungen, Schwerin als attraktiven Standort für Hochschulansiedlungen aktiv zu fördern. Es wurde vereinbart, aufsetzend auf die Tagung, im nächsten Jahr die Thematik in einer Nachfolgekonferenz mit Entscheidungsträgern der Region zu vertiefen und Handlungsempfehlungen zu entwickeln.

 

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